
Kronen Zeitung
EUROPA-LEAGUE-AUS FIX
Sturm bei Feyenoord Rotterdam ohne echte Chance
Sturm Graz hat am Donnerstag die letzte Chance auf den Play-off-Einzug in der Fußball-Europa-League verspielt. Die Steirer verloren in Rotterdam gegen Feyenoord beim Debüt ihres Neo-Trainers Fabio Ingolitsch durch Tore von Tsuyoshi Watanabe (5.), Anis Hadj Moussa (68.) und Goncalo Borges (89.) 0:3.
Damit ist eine Runde vor Ende der Ligaphase klar, dass Sturm die Top 24 nicht mehr erreichen kann und das letzte Match in einer Woche gegen Brann Bergen nur statistischen Wert hat.
Vier Zähler aus sechs Partien hatte Österreichs Meister vor dem Anpfiff zu Buche stehen. Dass die Punkteausbeute nicht größer wurde, zeichnete sich schon nach nicht einmal fünf Minuten ab. Hadj Moussa, im Sommer mit Algerien Gegner des ÖFB-Teams, schlug einen Corner zur Mitte, Watanabe durfte unbedrängt per Kopf vollenden. Es war ein denkbar schlechter Start für Ingolitsch, der in der Anfangself unter anderem auf U17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl setzte. Der Mittelfeldspieler feierte sein Debüt für die Sturm-Profis und avancierte mit 17 Jahren und 11 Tagen zum jüngsten Österreicher, der jemals in der Europa League eingesetzt wurde.
Auf den frühen Treffer folgte eine lange Phase des Rackerns und Rangelns, die nur durch sehr wenige Highlights unterbrochen wurde. In der 15. Minute tauchte Seedy Jatta nach sehenswertem Pass von Otar Kiteishvili vor dem Tor auf, lupfte den Ball aber von einem Verteidiger bedrängt über Feyenoord-Goalie Timon Wellenreuther und neben das Tor.
Viel Kampf und Krampf auf beiden Seiten
Die ohne den Langzeitverletzten Gernot Trauner angetretenen Rotterdamer hatten alles unter Kontrolle, wurden selbst aber erst kurz vor der Pause wieder gefährlich. Nach Flanke von Hadj Moussa köpfelte Ayase Ueda aus kurzer Distanz daneben (43.). Nach dem Seitenwechsel bekamen die rund 40.000 Fans ein ähnliches Bild zu sehen – viele Zweikämpfe, dafür wenige spielerische Glanztaten und Strafraumszenen.
Entschieden wurde die Partie in der 68. Minute. Zunächst feuerte Kiteishvili einen scharfen Volley Richtung Feyenoord-Tor ab, doch Wellenreuther war auf dem Posten. Im Gegenzug landete der Ball im Sechzehner bei Hadj Moussa, und der Flügelspieler war mit einem Schuss ins kurze Eck erfolgreich. Damit war der Widerstand von Sturm gebrochen und der Negativlauf von Feyenoord beendet – die Niederländer hatten in den sechs Bewerbspartien davor bei zwei Unentschieden vier Niederlagen kassiert. Für den Schlusspunkt sorgte Borges aus einem Konter.
Feyenoord – SK Sturm Graz 3:0 (1:0)
Rotterdam, Stadion De Kuip, SR Meler (TUR)
Tore:
1:0 ( 5.) Watanabe
2:0 (68.) Hadj Moussa
3:0 (89.) Borges
Feyenoord: Wellenreuther – Lotomba, Ahmedhodzic, Watanabe, Bos (62. Plug) – Valente, Steijn (79. Larin), Hwang (79. Targhalline) – Hadj Moussa (72. Sauer), Ueda (62. Van Persie), Borges
Sturm: Chudjakow – Malic (80. Mitchell), Aiwu, Oermann, Karic – Horvat (80. Hödl), Gorenc Stankovic, Weinhandl (74. Rozga), Kiteishvili – Jatta (58. Kayombo), Malone (80. Beganovic)
Gelbe Karten: Hwang, Hadj Moussa bzw. Malic
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